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Design Trends im Webdesign

Das Internet steht im ständigen Wandel, der sich nicht nur auf die Inhalte und Technologien beschränkt, sondern auch deren optischen Rahmen beeinflusst und prägt. Das Resultat sind verschiedene Design-Trends in der Gestaltung von Webseiten. Waren lange seit den frühen Web 2.0 Zeiten die von Apple geprägten Hochglanz (Glossy) Stile an fast jeder virtuellen Ecke zu finden, so sind die häufigsten Design-Begriffe heutzutage „Clean“, „Metro“, „Minimal“ oder „Flat“. Jeder dieser Design-Trends punktet mit ganz eigenen Eigenschaften und Merkmalen, kann unterschiedliche Vorteile vorweisen und jeweils differenzierte Zielgruppen ansprechen. Welche das sind, welche Vor- und Nachteile sie mit sich bringen, soll im Folgenden näher erläutert werden.

Webdesign: vielfältig, individuell und kreativ

Ein aktuell übergreifender Trend im Bereich Webdesign ist das sogenannte „responsive Webdesign“, welches in erster Linie aus praktischer Notwendigkeit heraus resultierte. Mit immer mehr mobilen Endgeräten, die teilweise sogar dauerhaft mit dem Internet verbunden sind, veränderten sich auch die Anforderungen vom User an eine Webseite. Responsive Webdesign garantiert, dass der Besucher die Webseite stets in voller Funktionalität und einem perfekt maßgeschneiderten Layout bestaunen kann. Das wird realisiert, indem sich die Seite selber an den User und den verwendeten Bildschirm anpasst. Ein responsive Design kann mit verschiedenen optischen Trends und Looks kombiniert werden – und ist mittlerweile längst zum neuen Standard avanciert.

Einer davon ist das Flat beziehungsweise Material Design – Letzteres stellt die Erweiterung von der ursprünglichen Flat-Ästhetik dar. Es wird geprägt durch eindeutige Formen, klare Kontraste, strahlende Farben und deutliche Abgrenzungen, wodurch die Webseite insgesamt „flach“ und klar durchstrukturiert wirkt. Google stellte kürzlich mit dem Material Design eine logische Weiterentwicklung vor, die auf den Flat-Grundzügen basiert und diese um einige subtile Ebenen, Verläufe und Animationen erweitert, ohne das Fundament dieses Webdesigns grundlegend zu verändern. Entscheidende Vorteile sind hier eindeutig die klaren Strukturen, die für eine übersichtliche, intuitive Webseite sorgen, die bei jeder Zielgruppe gut ankommt. Die minimalistischen Ansätze, gepaart mit den kontrastreichen Farben, wirken außerdem sehr frisch und modern – anders als puristisches Webdesign, welches oftmals mit neutralen Farben arbeitet.

Flexibilität mit geordnetem Rahmen: der Metro Style

Der Metro Style wurde ursprünglich von Microsoft mit dem Windows Phone 7 ins Leben gerufen. Mittlerweile ist das Metro Design sehr populär, was vor allem der klaren Typografie und insgesamt eher reduzierten Icons zu verdanken ist. Ein strenges Raster, welches üblicherweise Kästen in insgesamt drei bis vier verschiedenen Größen nutzt, liefert Übersichtlichkeit und wirkt dank dem Verzicht auf Schlagschatten sehr modern. Ecken und Kanten werden hier eindeutig abgegrenzt, um so auch die Inhalte in den jeweiligen Kästen zu unterteilen. Es lebt von seiner modernen Design-Tradition, darunter dem inspirierenden Weimarer Bauhaus, und arbeitet reduziert, funktional und übersichtlich. Auffällige Bilder sorgen für einen Eyecatcher, der durch einzelne, freigelassene Kacheln sogar noch kreativ erweitert werden kann. Webdesigner schätzen die subtile Freiheit bei der Gestaltung im Metro Style, während Kunden die klare Präsentation ihrer Inhalte erfreut. Flexibilität ist im Metro Style also durchaus möglich, wenn auch von Natur aus eher in einem geordneten Rahmen.

Puristisch und zeitlos: Minimal Design

Wie bereits im Vorfeld erwähnt, hebt sich das minimal Webdesign erheblich vom typischen Flat Design ab, wenn auch einige verwandte Elemente existieren. Minimalistische und puristische Designs werden von neutralen Farben, beispielsweise Grau, Weiß und Schwarz bestimmt, verzichten auf knallige Kontraste und setzen Bilder eher spärlich und sehr konzentriert ein. Eine Stärke ist die zeitlose, sehr elegante Optik, ein Nachteil sollte aber nicht unerwähnt bleiben: das minimal Design kann durchaus sehr kalt und steril wirken, weshalb es sich nicht für jedes Produkt und jede Zielgruppe empfiehlt.

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